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Österreich
Katholische Jugendbewegung für Berufungen in Österreich
ELLWANGER ERKLÄRUNG Die „Ellwanger Erklärung“ wurde beim „KIM-Forum“ in Ellwangen (31.10.-3.11.1991) von 59 Delegierten in neun Foren erarbeitet; sie erwächst aus einem Prozess der Selbstbesinnung und dient der Weiterentwicklung von KIM. KIM ist im Geist des II. Vatikanischen Konzils aufgebrochen. Der „Kreis Junger Missionare“ sieht sich als lebendiger Teil der Kirche Jesu Christi. Mit ihr zusammen ist er auf dem Weg hin zu Ihm und Seiner Botschaft. Wir alle sind durch die Taufe Priester Jesu Christi (vgl. 1 Petr. 2,9). Dabei nehmen wir je nach unseren Charismen an den verschiedensten Stellen in der Kirche unseren Platz ein. 1962 als Jugendaktion für Priester- und Ordensberufe von P. Hubert Leeb gegründet, hat sich nach dem Konzil die Zielsetzung von KIM für alle Berufungen in der Kirche und Welt ausgeweitet. Ansporn und Vorbild für die jungen Menschen, die sich von Anfang an in „Bibelzellen“ trafen, um die Bibel zu er-leben, ist bis heute das Leben Jesu und der Urgemeinde. 1970 übernahm die KIM-Gemeinschaft das Kreuz mit der biblischen Botschaft „Licht und Leben“ („Phos – Zoe“), die für uns Auftrag ist. Viele von uns tragen das „KIM-Kreuz“ als Zeichen ihrer Zusammengehörigkeit im KIM. Eine wesentliche Wurzel, aus der KIM lebt, bildet der persönliche und gemeinschaftliche Umgang mit der Bibel. Über unsere Bibelarbeit hinaus wird unsere Glaubenserfahrung in Gemeinschaft geprägt, von Gebet und Eucharistiefeier. Gerade in unserer hektischen und leistungsorientierten Zeit ist es uns wichtig, eine persönliche Beziehung zu Gott zu finden, in Stille mit uns selbst allein sein zu können und uns ganzheitlichen Erfahrungen zu öffnen. Wir wollen das Wort Gottes hören, es auf uns und in uns wirken lassen, es konkret in unser alltägliches Lebens umsetzen. Dabei entdecken wir unsere Würde und Begabungen, So erleben wir unsere Berufungen als Gabe und Aufgabe. Wir bereichern und ergänzen uns in der Nachfolge Jesu. Dies fordert uns zu Konsequenzen und Lebensentscheidungen heraus. Auf der Suche nach erfülltem Menschsein leben wir unsere Berufungen im Beruf, in Ehe und Ehelosigkeit. Als Jugendaktion für Berufungen in der Kirche fördern wir den priesterlichen Dienst, das Ordensleben, die vielfältigsten Dienste in der Kirche sowie neue Berufungen, die Gott in unseren Tagen schenkt. Im Priestermangel sehen wir auch eine Chance, die Bedeutung von Laien zu betonen. Wir sorgen uns darum, dass Jugendliche fähig werden, Gottesdienste zu gestalten und zu leiten. Gemeinsam tragen wir Verantwortung für die Weitergabe der Frohen Botschaft. Gerade wenn wir tief verwurzelte und überzeugte Christen sind, wirken wir durch unsere Ausstrahlung und unser Vorbild auch auf andere missionarisch. Für uns im KIM bedeutet missionarisch sein heute in drei Bereichen zu wirken. - Wir stärken unseren Glauben in der Gruppe. Wir versuchen eine Gemeinschaft zu sein, die für alle offen und aufnahmebereit ist. Wir fühlen uns dazu berufen, aktiv auf andere zuzugehen. Durch unser missionarisches Handeln wollen wir uns im Alltag als engagierte Christen bewähren und Glauben und Hoffnung in die Welt zu tragen. - Wir haben die Vision einer neuen, lebendigen Kirche und möchten sie mit dem Evangelium als Grundlage verwirklichen. Wir wünschen uns, dass die Fülle der Wahrheit wirksam werden kann, indem die Kirchen in ihrer Verschiedenheit miteinander ihre Einheit in Christus suchen. Wir vertrauen dabei auf das Wirken des Hl. Geistes und die Gegenwart Christi in Brot und Wein. - In der Nachfolge Jesu Christi, der sich auf die Seite der Unterdrückten, Armgemachten und Armgelassenen stellte, wollen wir die Probleme unserer Zeit sehen, sie frei von ideologischen Maßstäben beurteilen und in Seinem Geist handeln. Wir treten – nicht nur bei unserer jährlichen Sozialaktion – für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung in der Einen Welt ein. Dabei beschränken wir uns nicht auf das Sammeln von Almosen, sondern arbeiten an der Bewusstseinsbildung, um die Ursachen zu bekämpfen. Zu aktuellen Problemen, auch vor unserer Haustür, nehmen wir Stellung und machen durch Aktionen auf sie aufmerksam. Wir scheuen uns weder vor politischem, sozialem und ökologischem Engagement noch vor der konkreten Veränderung des persönlichen Lebensstils. KIM gibt Jugendlichen Hilfestellungen, sich charakterlich und religiös zu verantwortungs-bewussten und überzeugten Christen zu entwickeln. Neben aktuellen Themen orientiert sich die Arbeit in den Gruppen an einem Jahresthema. In den Regionen werden individuelle Strukturen geschaffen, die für die Weiterentwicklung der KIM-Arbeit förderlich sind; sie stehen untereinander und mit der KIM-Zentrale in Verbindung. Jede Region sollte als pastorale Bezugsperson und zur geistlichen Begleitung einen KIM-Seelsorger/eine KIM-Seelsorgerin haben. Zugehörig zu KIM sind alle, die die KIM-Arbeit in irgendeiner Weise mitgestalten. Der Zusammenhalt im KIM stützt sich auf die Geschwisterlichkeit. Nicht nur unter uns KIM-lerinnen und KIM-lern, auch nach außen hin wollen wir geschwisterlich leben.

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